Oh, wie ist das schön - Reppischfäger und Musikkorps Herold musizieren gemeinsam
Oh, wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehn ... tönte es unter anderem durch den Saal Barlag. Sowas hatte man wirklich noch nicht gesehen. Denn erstmals lud der Kolping-Karneval-Club (KKC) die Hollager Närrinnen und Narren zu einem Musikfrühschoppen der besondern Art ein.
Am Sonntag, 19. Februar, spielten die Guggenmusik Reppischfäger aus Dietikon (Schweiz) und das Musikkorps Herold Pye gemeinsam auf. Und das Experiment gelang. Der Saal war voll und Gäste sowie Musiker begeistert. Während es für Sabrina Flottemesch, musikalische Leiterin des Musikkorps Herold, zunächst sicherlich ungewohnt war, mit der riesigen Fondue-Gabel der Reppischfäger die Musiker zu dirigieren, hatte ihr schweizer Kollege, Spielführer Markus "Chäppi" Käppeli, mit seinen Kommandos per Trillerpfeife das gesamte Orchester schnell im Griff.
Zum Finale des Konzertes hatten dann noch alle musikalischen Gäste die Möglichkeit mitzuspielen, wovon durchaus einige Gebrauch machten. Theo und Uli vertraten mit Trommel und Schellenkranz die Tuesday-Chaos-Fraktion, Christian Böwer versuchte sich als Virtuose an der Triangel und Pauke und auch viele Kinder spielten mit Trommeln, Rasseln und anderen Instrumenten begeistert mit.
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Ossensamstag unter Schweizer Flagge
"Der Ossensamstag, mit neuem Gewand - Stadt und Land in Narrenhand". Unter diesem Motto fand der Ossensamstag erstmals an einem Nachmittag statt. Mit von der Partie waren als eine der wenigen Musikgruppen auch die Reppischfäger aus Dietikon in der Schweiz. Mit ihrer Guggenmusik sorgten sie für Stimmung beim Osnabrücker Narrenvolk.
Im Anschluss an den Umzug in Osnabrück standen mehrere Auftritte in Münster auf dem Programm der Reppischfäger, wo sie auch am Rosenmontag den dortigen Karnevalsumzug anführen werden.
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Schweizer Reppischfäger begeistern Hollager Narren in Barlags Saloon
„Wie im Wilden Westen so auch heut, in Hollge hat man Spaß an der Freud“ lautet das Motto der diesjährigen Session des Kolping-Karneval-Clubs (KKC) Hollage. Passend dazu hatten die Hollager Kolpinger am Freitag, 17. Februar, zum Kostümfest in den Saal bzw. den Saloon Barlag eingeladen. Sheriff Heinz Grünebaum begrüßte die bunt und vielfältig kostümierten Gäste und versprach ihnen das beste Programm aller Zeiten. Das Prinzenpaar, Farmer Torsten und Lady Marion (Langemeyer), hatte sich zur Eröffnung des Festes etwas besonderes einfallen lassen. Sie präsentierten mit ihrem Hofstaat einen Line Dance auf der Bühne, bevor Funkenmariechen Nina Hermes mit ihrem Tanz wieder ein klassisch karnevalistisches Programm bot.
Die Prinzengarde nahm die Närrinnen und Narren mit „Echte Fründe“, „Viva Colonia“ und „Hey Kölle“ mit auf die Reise nach Köln, währen die Showtanzgruppen die Evergreens von Abba wieder aufleben ließen und den Wilden Westen tänzerisch auf die Bühne brachten.
"Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp aus Kattenvenne" alias André Hölscher aus Ladbergen stellte zunächst klar, dass er mit dem Schäferlieder singenden Bauern Heinrich nichts zu tun habe. Dann erzählte er seinem Publikum aus seinem Heimatort und von seiner Frau Erna, die über ihre Nachbarn bestens Bescheid weiß und im Ort schon als „CSI Kattenvenne“ bekannt sei. Beim Hollager Karnevalsmotto fiel ihm ein, dass er auch schon mal als Cowboy gegangen sei und seine Frau als Pferd. Das hatte für ihn den Vorteil, dass er sie draußen vor der Wirtschaft anbinden konnte. Auch den aktuellen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff baute der „Redner mit Migrationshintergrund“ (kommt aus Westfalen) noch schnell in seinen Vortrag ein.
„Emma“ alias Sabine Hollefeld aus Emsdetten ging direkt auf ihr Publikum zu und erzählte von ihren Diäten und ihrer Leidenschaft für Essen – der Erotik des Alters – und wie sie mit dem Zusammenspiel von Yoga und Grünkohl ihre innere Mitte gefunden hat. Andreas Hille, Weltenbummler aus Ibbenbüren, freute sich darüber, dass auch Ruller Gäste im Saal waren. Er beglückwünschte sie zunächst dazu, dass sie für den Abend ein Visum für Hollage erhalten haben. Obwohl er nichts gegen Ruller hat. Er hat bei sich selbst sogar Ruller Blut entdeckt – glücklicherweise nur vor der Stoßstange seines Wagens. Wie genau es ihm gelungen war, im weiteren Verlauf der Rede den Bogen von den Rullern ausgehend zu schlagen, bleibt an dieser Stelle unverwähnt, aber am Ende landete er beim Thema C-Promis im Dschungelcamp.
Musikalisch und lokalpolitisch wurde es wieder bei der KKC-eigenen Gesangsgruppe "Trio Fatal" um Christian Böwer, Jörg Riepe und Jockel Steinmeister. Sie sangen über die Grüne Wiese im Wallenhorster Zentrum, die Feuerwehr, den Bürgermeister sowie die Ratspolitik.
Als Höhepunkt des Kostümfestes sorgte zu guter Letzt die Schweizer Guggenmusik Reppischfäger mit ihrer besonderen Musik für beste Stimmung im Saal und zeigte dass der Süden genau so wild wie der Westen ist. Die Freunde der Hollager Kolpingsfamilie waren „nach drei Jahren Vorfreude“ wieder zurück auf der Bühne in Barlags Saal und überreichten dem Prinzenpaar sowie der „Deutschland-Tour-Organisatorin“ Anja Weigang jeweils ein originale schweizer Kuhglocke als Gastgeschenk.
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Langes aber kurzweiliges Programm bei der KKC-Nachmittagsgala
Beim KKC ist es wie bei Thomas Gottschalk zu seinen besten „Wetten dass..?“-Zeiten. Bestes Programm, beste Einschaltquote und 70 Minuten überzogen. Doch letzteres störte auf der Nachmittagsgala am Sonntag, 12. Februar, niemanden im Saal Barlag. Denn das Programm war zwar lang, aber keinesfalls langweilig. Ganz im Gegenteil. Mit einem äußerst kurzweiligen Showprogramm begeisterte der Kolping-Karneval-Club Hollage mit seinem Präsidenten Heinz „Thommy“ Grünebaum die zumeist älteren Gäste, die sich bei Tänzen, Reden und Musikbeiträgen köstlich amüsierten.
Die meisten Auftritte waren lange geplant und einstudiert. Doch gleich zu Beginn erlebten die Hollager Närrinnen und Narren, dass auch etwas kurzfristig auf die Beine gestelltes begeistern kann. Was war passiert? KKC-Funkenmariechen Saskia Bergmann hatte sich leider im Training verletzt und fiel somit für die Auftritte aus. Kurzfristig eingesprungen war daher Nina Hermes. Und sie zeigte mit ihrem Funkentanz und ihrer Bühnenpräsenz dem Publikum, was man auch in kurzer Vorbereitungszeit auf die Bühne bringen kann. Tanzend und stets lächelnd hatte sie so schnell die Herzen der Gäste erobert.
Vielleicht hatte sie auch Anteil daran, dass Bürgermeister Ulrich Belde in seiner Rede betonte, dass in Hollage nur vernünftiges Narrenvolk wohnen würde, weshalb er den Rathausschlüssel an diesem Nachmittag schnell und freiwillig dem KKC-Prinzenpaar, Seiner Tollität Prinz Torsten II. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Marion II. (Torsten und Marion Langemeyer), überreichte. Obwohl die beiden bereits zum zweiten Mal regieren, stellten sie sich ihren Gästen anschließend nochmals in einer humorvollen Rede vor, bei der auch Präsident Heinz Grünebaum nicht ungeschoren davon kam. Noch einen oben drauf legte dann das Kinderprinzenpaar, Seine Tollität Prinz Manuel I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Katleen I. (Manuel Hörnschemeyer und Katleen Strunk). Sie stellten fest, obwohl sie heut’ die Klappe halten (denn das Sagen haben heut’ die Alten): „Der Elferrat und El Presidente sehen aus, als wären sie schon 10 Jahre in Rente“.
Als erster Redner betrat nach der Kaffeepause "Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp aus Kattenvenne" alias André Hölscher aus Ladbergen die Bühne und entschuldigte sich zunächst, dass er etwas spät sei. Das lag daran, dass sein Führerschein gerade in Norddeutschland weile und daher seine Frau den Ford Granada lenken musste. Die hätte zwar auch keinen Lappen, fahre aber so, dass es nicht weiter auffallen würde. Da sein Wagen nicht mehr der jüngste ist, muss er inzwischen auch viele Umwege fahren – wegen der Umweltzonen in den Städten. Und mehr Umwege bedeuten mehr Spritverbrauch und mehr Feinstaub. „Wer glaubt, eine Umweltzone sei gut für die Umwelt, glaubt auch, dass es beim Finanzamt Geld gibt“ kommentierte er den Sinn oder Unsinn der Umweltzonen. Des Weiteren berichtete er aus dem vielschichtigen Vereinsleben in Kattenvenne. Er selbst sei dort in jedem Verein. Es hat zwar etwas gedauert, bis er das geschafft hat, aber irgendwann hätten ihn auch die Landfrauen als Gleichstellungsbeauftragten aufgenommen. Außerdem wolle er mal wieder Urlaub machen. In diesem Jahr wahrscheinlich in Griechenland – sein Geld wäre ja eh schon da.
KKC-Nachwuchstalent Jonathan Proft kam wie schon im letzten Jahr wieder zur Nachmittagsgala und berichtete aus dem Leben seiner karnevalsverrückten Familie. Mitten in der Session sind sie nach Lechtingen umgezogen, aber – und dafür dankte er herzlich Herrn Belde – für den heutigen Besuch in Hollage habe er extra ein Visum bekommen. Seit Kurzem hat seine Familie einen neuen Hund, von dem Jonathan auch zu berichten wusste, genauso wie von seinen Eltern. Abschließend konnte er bei allen Geschichten nur feststellen: „Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen schwierig zu werden“.
Kein Nachwuchs mehr, aber seit Jahren ein Allround-Talent in der Bütt ist Andreas Hille, der aus dem Himmel zurück in den Saal Barlag kam und den Närrinnen und Narren von dort oben berichtete. Es begann damit, dass er seinen eigenen Schutzengel traf und diesen fragte, ob es denn oben im Himmel auch Karneval gäbe. Der Engel schaute nach, kam zurück und hatte zwei Nachrichten für ihn. Die gute: ja, es gibt auch im Himmel Karneval und zwar mit allen was dazu gehört. Die schlechte Nachricht: in zehn Minuten habe Andreas dort seinen ersten Auftritt. Und so kam es, dass der als Weltenbummler bekannte Ibbenbürener selbst in den Himmel kam und sich dort alles anschauen konnte. Elf Himmelstore gibt es dort, jedes für einen anderen Zweck. Vor dem siebten Tor habe einmal der Teufel gestanden, wie er erklärte. Dieser habe Petrus vorgeschlagen, doch mal ein Fußballspiel gegeneinander auszutragen. Petrus gab zu bedenken, dass er doch keine Chance habe, die guten Fußballer seien schließlich alle im Himmel. Doch für den Teufel war das kein Problem. Schließlich wären alle Schiedsrichter in seinem Team.
Mit einer Beschwerde beim Präsidenten Heinz Grünebaum begann „Emma“ alias Sabine Hollefeld aus Emsdetten ihren Auftritt. Sie sei kein „robustes Weib“ wie Grünebaum in seiner Anmoderation feststellte, sie sei wohl „gut sichtbar, aber keinesfalls dick“. Sie müsse schon einen Knüppel mitnehmen, damit sie sich die ganzen Männer vom Hals halten könne. Dennoch hat sie schon Erfahrungen mit Weight Watchers gemacht. Da musste sie immer Kalorien zählen. Das war ein voller Erfolg. Abgenommen habe sie zwar nicht, aber seit dieser Zeit könne sie viel besser Kopfrechnen. Statt des Kalorienzählens ist sie dann angefangen zu joggen. Nach nur 75 Metern lag sie jedoch ohnmächtig am Boden. Sie hatte den Sport-BH vergessen und sich selbst k.o. geschlagen.
Zu einem kurzen Grußwort begrüßte KKC-Präsident Heinz Grünebaum Pfarrer Dietmar Schöneich und Pastor Mathew Thayil. Für beide war es nach dem Frauenkarneval der zweite Auftritt im Saal Barlag. Dort habe Pfarrer Schöneich auch festgestellt, dass Pastor Thayil bei den Frauen gut ankomme. So habe er neulich ein Gespräch von drei Frauen mitbekommen, die sich darüber unterhielten, in welcher der drei Kirchen, die wenigsten Gottesdienstbesucher wären. Die Frau aus Wallenhorst sagte, dort wären es so wenig, sie würden alle in einen Bus passen. In Rulle wären es sogar nur noch zehn Besucher. Die Hollagerin konnte das aber noch „toppen“ und berichtete: wenn Pastor Thayil sagt „meine liebe Gemeinde“, werde ich immer ganz rot.
Musikalisch und lokalpolitisch wurde es bei der KKC-eigenen Gesangsgruppe "Trio Fatal" um Christian Böwer, Jörg Riepe und Jockel Steinmeister. Sie nahmen in ihren Liedern das Ortsgeschehen humorvoll aufs Korn und sangen über die Grüne Wiese und das Feuerwehrhaus, gaben einen Einblick in das Verhältnis zwischen Bürgermeister Belde und Clemens Lammerskitten und fragten sich anlässlich des Grundstückskaufs am Windrad „was ist nur los am Hasestrand?“.
Eingerahmt wurden die Darbietungen von den fantasievollen Tänzen der Kolping-Showtanzgruppen, die unter anderem als Pippi Langstrumpf und Piraten die Bühne im Saal enterten.
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Buntes Fest für kleine Narren – und bei den Jojos waren auch die Eltern gefordert
Am Sonntag, 5. Februar 2012, eröffnete der Kolping-Karneval-Club (KKC) Hollage die Karnevalssession mit dem großen Fest für kleine Leute, dem Hollager Kinderkarneval. Das Kinderprinzenpaar, Seine Tollität Prinz Manuel I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Katleen I. (Manuel Hörnschemeyer und Katleen Strunk), ihre Adjutanten Lisa Albers und Henrik Albers sowie das Funkenmariechen Sophia Bergmann begrüßten dazu viele bunt und fantasievoll kostümierte kleine Närrinnen und Narren im Saal Barlag und feierten ihr großes Fest.
Unter Leitung von KKC-Präsident Heinz Grünebaum bot der KKC ein abwechselungsreiches und kindgerechtes Showprogramm. Eingerahmt von den verbandseigenen Tanzgruppen, die u. a. als Pippi Langstrumpf und Piraten ihre Tänze darboten, wurden die kleinen Gäste bestens unterhalten. Die Clowns „Wisch und Mopp“ alias Jonathan Proft und Joachim „Jockel“ Steinmeister brachten einen Sketsch auf die Bühne und ihr Publikum lachen. Das Märchen Aschenputtel wurde in einer etwas anderen Form präsentiert und auch der Kindergarten St. Stephanus hatte wie schon in den vergangenen Jahren eine Aufführung vorbereitet. Bei der Hitparade und beim „Tanz für alle“ konnten alle Kinder mitsingen und mittanzen.
Mitmachen hieß es auch bei den Jojos. Und zwar nicht nur für die Kinder. Jens und Jörg Mehring erinnerten die Eltern an ihre Vorbildfunktion und animierten sie dazu, gemeinsam mit ihren Kindern aktiv dabei zu sein, frei nach ihrem Songmotto „Bewegt euch“.
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Weihbischof Kettmann besucht Kolping-Senioren in Hollage
Am Donnerstag, 15. März 2012, erwartet die Gruppe 60plus der Kolpingsfamilie Hollage den Besuch von Weihbischof Theodor Kettmann. Die Veranstaltung, die mit einem Frühstücksbüfett angeboten wird, beginnt um 9:00 Uhr im Philipp-Neri-Haus.
Im Verlauf der Veranstaltung spricht der Bischof zum Thema "Niemand hat Gott je gesehen - Die Gottesfrage als große Herausforderung heute".
Anmeldungen nimmt Josef Thöle unter Telefon (05407) 345890 entgegen.
Fahrrad-Sternfahrt in Hollage
Erstmals soll ein Hollager Kolping-Fahrradtag am Sonntag, 29. April 2012, stattfinden. Die einzelnen Gruppen der Kolpingsfamilie sollten diesen Tag in ihr Programm aufnehmen.
Verschiedene Kolpinggruppen wie KKC, 60plus, Kolpingjugend, Tanzgruppen, Sportler, Romfahrer und Familienkreise treffen sich je nach Kondition an verschiedenen Ausgangspunkten zur Sternfahrt. Zielort ist die Firma Purplan an der Penter Straße. Dort findet ein gemeinsamer Abschluss mit einer Andacht, einem Essen und Rom-Revival auf Großbildleinwand statt.
Interessierte Gruppenleiter melden sich bitte bei Hubert Wächter unter Telefon (05407) 5221.
Übernachtungsquartiere gesucht / Kroatienfahrt
Eine Gruppe aus St. Bartholomäus Hrastovica (Kroatien) mit voraussichtlich ca. 50 Persen ist vom 19. bis 22.September zu Gast in Hollage und würde in Privatquartieren übernachten. Wer würde gerne für die drei Übernachtungen von Freitag bis Sonntag Gäste aufnehmen und Zimmer zu Verfügung stellen? Ca. 20 Personen (Fußballer) sind zwischen 20 und 30 Jahre alt mit Englischkenntnissen. Die übrigen Teilnehmer (zum Teil Musiker) mit etwas Deutsch- und Englischkenntnissen waren teilweise auch schon vor 10 Jahren in Hollage.
Für die Rückbegegnung fährt Hollage von Freitag, 19. Oktober, bis Dienstag, 30. Oktober 2012, mit dem Bus nach Kroatien. Neben den Zwischenübernachtung auf den Hin- und Rückfahrten und den Aufenthalten bei den Gastgebern in St. Bartholomäus / Hrastovica (Petrinja / Sisak) sind als weitere Zwischenstation Zagreb, der Wallfahrtsort Marija Bistrica, Plitvicer Seenplatte, der Pilgerort Medjugorje, Dubrovnik, die Insel Krk sowie die Wallfahrtskirche Maria Lavant in Osttirol auf dem Programm. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 40 Personen begrenzt.
Anmeldung für Unterkünfte im September in Hollage und zur Kroatienfahrt im Oktober nimmt Hubert Wächter unter Telefon (05407) 5221 entgegen.
Kolping-Gedenktag mit Jubilarehrungen und Informationen zum Kultur- und Landschaftspark Piesberg
Nach der Hl. Messe in der Hollager St. Josef Kirche lud die Kolpingsfamilie ihre Mitglieder am Sonntag (4. Dezember) zur Morgenfeier in den Saal Strößner ein.
Als Referent stellte Herr Josef Thöle, Ratsvorsitzender der Stadt Osnabrück, den Kultur- und Landschaftspark Piesberg vor. Er erläuterte, dass sich der Piesberg, der einst vor allen ein Steinbruch mit 800 Arbeitsplätzen war, sich im Laufe der vergangenen Jahre stark gewandet habe. Der Steinbruch besteht nach wie vor, doch sind hier heute nur noch 60 bis 100 Menschen beschäftigt. Von 1974 bis 2005 wurde der Berg vor allem als Mülldeponie genutzt. Die Einstellung der Menschen zum Müll und zu den darin enthaltenen Wertstoffe hat sich jedoch grundlegend geändert. Noch 1989 wurden 480.000 Tonnen Müll in der Piesberg-Deponie entsorgt, während im letzten Jahr im ganzen Gebiet von Stadt und Landkreis Osnabrück nur noch 120.000 Tonnen Restmüll angefallen sind. Der Rest wird getrennt gesammelt und wiederverwertet. In den letzten Jahren ist aus dem Piesberg ein Kultur- und Landschaftspark geworden, der auch künftig noch weiter ausgebaut werden soll. Das Herzstück dieses Parks bildet das Museum Industriekultur am Fürstenauer Weg, welches jährlich von 700 Schulklassen begeistert besucht wird. Von hier aus lässt sich der Piesberg über die Brücke und den Rundwanderweg mit seinen Aussichtsplattformen bestens erkunden. Bei gutem Wetter kann man nicht nur in den Piesberg sondern weit darüber hinaus bis Ibbenbüren schauen. Auf Lechtinger Seite begeistert die Gartenanlage mit dem Mammutbaum viele Besucher und bietet die Möglichkeit, Natur zu erleben. Zu Fuß oder mit der ehrenamtlich betriebenen Feldbahn gelangt man vom Museum Industriekultur auf die Felsrippe. Hier wird im Frühjahr 2012 eine Panoramaplattform in luftiger Höhe eröffnet. In die andere Richtung, nämlich 40 Meter tief in die Erde, geht es mit dem Fahrstuhl in den Stollen, der über 250 Meter bis zum Süberweg führt. Dort findet man das Pyer Gesellschaftshaus, dass vor 20 Jahren unter Mitwirkung von Christian Wulff wieder aktiviert wurde und heute jeden Tag im Jahr beleget ist, sowie die Kaue und den Pferdestall als Ausstellungsräume. Die Dampflockfreunde haben hier ebenfalls ihr Domizil und bereiten alte Fahrzeuge ehrenamtlich auf. Sie reaktivieren zurzeit das Brecherwerk mit der alten Brecheranlage und planen die Wiedereröffnung im Frühjahr. All diese bereits über Jahre gewachsenen Angebote im Kultur- und Landschaftspark Piesberg sollen künftig noch weiter entwickelt werden. Josef Thöle lädt daher ein, die Angebote wahrzunehmen und den Piesberg des öfteren zu besuchen. Zu entdecken gibt es hier immer etwas. Weiterführende Informationen stehen auch im Internet unter
www.osnabrueck.de und
www.wallenhorst.de zur Verfügung.
Des Weiteren wurden wieder Mitglieder für ihre langjährige Treue zu Adolph Kolping und seinem Werk geehrt. Die Jubilare im Einzelnen waren: Georg Hawighorst, Alois Placke, Franz Grünebaum, Heinrich Menkhaus, Josef Menkhaus, Heinrich Klumpe (alle 65 Jahre), Norbert Scholz, Georg Hüne, Martin Wulftange (alle 60 Jahre), Theo von der Haar, Johannes Kolmer, Josef Kohlbrecher, Manfred Haustermann (alle 50 Jahre), Heinz Grünebaum (40 Jahre), Michael Bergmann, Marita Albers, Peter Glose, Karsten Brockmeyer, Volker Holtmeyer, Angelika Klecker, Markus Kollenberg, Tanja Lange, Sandra Möllenkamp, Rainer Menkhaus, Frank Schwegmann, Volker Schwegmann, Erika Schwegmann, Thomas Stallkamp, Gisela Wesselkamp und Andrea Wellmann (alle 25 Jahre).
Heinz Feldmann ist neuer Grünkohlkönig
„Muss das denn sein“, so die Frage des über Jahre treuesten Teilnehmers beim Grünkohlessen an der Hollager Mühle, Heinz Feldmann. Er zog einen Buben und war somit zur Endrunde qualifiziert.
Nun der Reihe nach. Der Kolpingpavillon war wieder gefüllt, einige Interessenten konnten schon nicht mehr teilnehmen. Die noch amtierende Grünkohlkönigin Birgit Ottens eröffnete den Abend mit dem inzwischen bekannten Hollager Grünkohllied. Als gegen 19.00 Uhr Josef Goldkamp das Grünkohlmenü auftischte, war es mit dem Singen vorbei. Nach dem Tischgebet von Pastor Thayil, ging es an die reichlich gefüllten Grünkohl- und Fleischtöpfe. Es hat allen wieder sehr gemundet.
Danach ein Lied und die Grünkohlrede von Birgit sorgten für Geselligkeit. Mit spitzer Zunge fegte sie durch die politische Landschaft. Hätten die Politiker bei ihren Entscheidungen öfters mal Grünkohl gegessen, gäbe es weniger Gesellschaftsprobleme. Denn auf einem „schwarzen“ Boden wächst der „Grün-Kohl“ gut, so Birgit. Alle wussten nun, wo es lang gehen sollte. Dann stand die Kür des neuen Königs an. Bei dem Dreigestirn Franz Summe, Heinz Feldmann und Thomas Pott, setzte sich schließlich Heinz Feldmann in der Endrunde beim Würfeln durch. Er ist mit über 80 Jahre der bisher älteste Kolping-Grünkohlkönig. Nachdem Birgit Ottens den Grünkohlstrauß überreichte und Pastor Thayil ihm die Königsschürze anlegte, freuten und bedankten sich die Grünkohlfans mit einem großen Applaus bei Heinz Feldmann für das hochwürdige Amt. Zum Schluss hatte Christian Sandmann die Lacher auf seiner Seite, als er auf Platt erzählte, wie einer im Traum „bie Petrus im Himmel vor de Düden stönd“. Gegen 23.00 Uhr endete mal wieder ein lustiger und geselliger Kolpingabend.
Auf dem Weg zur Heiligkeit - 130 Hollager Kolpinger waren in Rom dabei
Im Oktober lud das internationale Kolpingwerk anlässlich des 20. Jahrestages der Seligsprechung Adolph Kolpings alle Kolpingschwestern und -brüder zur Wallfahrt nach Rom herzlich ein. Die Kolpingsfamilie Hollage beteiligte sich hierbei mit 130 Personen im Alter von 8 bis 79 Jahren, die sich in drei Bussen auf den Weg in die italienische Hauptstadt machten. Aufgeteilt wurde das Hollager Reiseangebot dabei in eine 7-tägige Familienfahrt, eine 10-tägige Fahrt für Erwachsene und eine 11-tätige Seniorenreise. Jeder Gruppe wurde neben dem zentral organisierten Hauptprogramm ein speziell auf die Altersgruppe zugeschnittenes Rahmenprogramm geboten, so dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut versorgt fühlen durften.
Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Und genau das macht an dieser Stelle Christa Speer, Teilnehmerin der Erwachsenenfahrt. Sie berichtet wie folgt über ihre Erlebnisse auf der Fahrt nach Rom:
Am Freitagabend beginnt die Vorbereitung der Fahrt mit dem Packen der Busse, eine logistische Meisterleistung, da neben den vielen Koffern auch der Proviant und die Getränke mit verstaut werden müssen. Aber wie so oft im Leben machen viele Hände auch ein schnelles Ende. Nach zwei Stunden wieder nach Hause, den Abend genießen und versuchen zu schlafen. Dem einen gelingt es gut, dem anderen eher nicht.
Um 4:30 klingelt am Samstagmorgen der Wecker, da wir um 6:00 Uhr mit dem Bus abgeholt werden. Es ist eiskalt und wir treffen uns am Hochhaus mit anderen Teilnehmern. Um 6:35 ist der Bus da und es geht los nach Rom. In Wallenhorst an der Kirche treffen wir uns mit dem zweiten Bus. Einige müssen hier noch den Bus wechseln, aber dann endgültig Abfahrt.
Wir werden von Hubert Wächter und Ludwig Haas, unserem geistlichen Begleiter, begrüßt. Im anderen Bus haben Pater Jose und Rainer Hatke die Reiseleitung und die geistliche Begleitung übernommen.
Nach einigen Stunden Fahrt mit drei Pausen kommen wir in der Pension „Gutsmidl“ in Vilshofen an, nehmen die Zimmer in Beschlag und fahren gleich wieder ab zur Benediktinerabtei „Schweiklberg“, wo wir in der Abteikirche die Vorabendmesse feiern. Nach einer anschließenden Besichtigung der Kirche und der Krypta, fahren wir zurück zur Pension und genießen den Abend mit einem deftigen Essen und einigen geistigen Getränken.
Am Sonntag geht es nach einem reichhaltigen Frühstück nach Marktl am Inn und nach Altötting. In Marktl werden wir von Alfons Grütner, Vorsitzender der Kolpingfamilie Altötting, erwartet. Er fährt mit uns zunächst zum Geburtshaus von Papst Benedikt XVI, wo wir eine Führung durch die Gebetsstätte bekommen. Danach fahren wir mit Alfons weiter nach Altötting. Ein Besuch des Panorama mit der Lebensgeschichte Jesu, des Kongresssaales der marianischen Männerkongregation, der Stiftskirche mit dem Grab Tillys und natürlich der Gnadenkapelle bringen uns Altötting ein wenig näher.
Nun geht es weiter nach Radschings in Tirol. Auf dem Wege dorthin holen wir in Innsbruck noch Nathalie und Johanna aus Kroatien vom Bahnhof ab. Sie werden uns auf der Pilgerfahrt begleiten. Nach der Ankunft auf dem „Larchhof“ in Radschings genießen wir wieder ein vorzügliches Abendessen, welches mit einem „Stuhlkreis“ an der Theke endet. Ich muss sagen, dass sich schon hier eine wunderbare Gemeinschaft der Gruppe gebildet hat. Ich fühle mich richtig wohl.
Am Montag fahren wir weiter nach Assisi. Auf dem Weg dorthin werden wieder einige Gebete gesprochen und einige Lieder gesungen. Zur lieben Gewohnheit wird auch das Witze vorlesen von Norbert Hoff, der eine schier unbegrenzte Anzahl zur Verfügung zu haben scheint. Um den hinteren Busausstieg entsteht langsam ein Bermudadreieck, in dem diverse Flaschen Bier und andere geistige Getränke verschwinden. Hanno Langkamp wird zum Kühlschrankbeauftragten benannt. Da es Flensburger gibt, hört man es immer wieder ploppen. Am Abend erreichen wir das Hotel „Da Angelo“, in dem schon Papst Johannes Paul II übernachtet hat.
Am Montag fahren wir nach Assisi hinunter. Um 9:00 Uhr erwartet uns Bruder Thomas an der Basilika San Francesco, um uns durch diese wunderschöne Kirche zu führen. In der Unterkirche erklärt uns Bruder Thomas anhand der Fresken das Leben und den Glauben des hl. Franz von Assisi. Er bezeichnet das Grab als Ort der Hoffnung und der Erneuerung als Durchgang zum ewigen Leben. Irgendwie bringt das in mir gefühlsmäßig eine neue Sichtweise in mein Leben. Aus seinen Worten klingt viel mehr Hoffnung und Gewissheit, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. In der Oberkirche schafft er anhand der Fresken die Verbindung zwischen altem und neuem Testament und dem Leben des hl. Franziskus. Bemerkenswert wie viel ich für mein eigenes Leben mitnehmen kann. Am Grab des Hl. Franziskus von Assisi in der Krypta haben wir dann noch Zeit für ein stilles Gebet.
Isabella wartet bereits auf uns, um uns durch Assisi zu führen. Mit ihr gehen wir zur Chiesa S. Chiara in der das Originalkreuz von Assisi, welches zum Hl. Franziskus gesprochen hat, zu finden ist. Auch hier finden wir Zeit für ein kurzes Gebet. Anschließend zeigt sie uns die Kirche und das Grab der hl. Klara, die Gründerin des Klarissenordens. Auf dem Weg zum Piazza communale kommen wir noch am Geburtshaus des hl. Franz vorbei. Noch einige Geschichten hier und einige Erklärungen da und wir verabschieden Isabella, eine lustige und fröhliche Stadtführerin. Wir gönnen uns noch einen Cappuccino oder ein echtes italienisches Eis und fahren dann weiter nach Rom, dem Ziel unserer Reise.
Im Pilgerhaus „Casa Santa Spirito“ der Benediktinerinnen aus Tutzing werden wir von Alfons und Josefa Börger empfangen. Gleichzeitig mit uns kommt auch der Bus mit den Familien an. Ein großes Hallo und freudige Begrüßungen sind die Folge. Unsere Gruppe wird hier geteilt. Die eine Hälfte schläft mit der Seniorengruppe bei den Benediktinerinnen, die andere Hälfte schläft mit der Familiengruppe im Haus nebenan bei tschechischen Schwestern. Man glaubt es kaum, aber in mir macht sich ein Gefühl von Verlust breit. Die Gruppe ist schon sehr zusammengewachsen. Eigentlich Blödsinn, denn es sind wirklich nur ein paar Meter, die uns voneinander trennen.
Am Mittwochmorgen machen wir uns auf zur Audienz mit dem Papst. Es regnet wie aus Kübeln. Da wir durch die Sicherheitssperren müssen, sind wir bis auf die Haut durchnässt, bis wir endlich in der Audienzhalle angekommen sind. Um 10:50 Uhr kommt Papst Benedikt XVI zu uns in die Audienzhalle. Nach einem Wortgottesdienst erhalten wir den apostolischen Segen. Anschließend begrüßt der Papst auch die Pilger des internationalen Kolpingwerkes. Er bittet uns weiter für die Heiligsprechung Adolph Kolpings zu beten.
Nach der Audienz hat es aufgehört zu regnen und wir gehen mit einer kleinen Gruppe in den Petersdom. Er ist riesig, wunderschön und eindrucksvoll. Allerdings verliert das Auge das Gefühl für die riesigen Ausmaße. Am Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg zur Audienzhalle, in der die Eröffnungsfeier des internationalen Kolpingwerkes stattfindet. Knapp 8000 Kolpinger aus der ganzen Welt finden sich hier ein und sehen ein buntes Programm.
Zum Festgottesdienst mit Kardinal Meisner in San Paolo fuori le Mura am Donnerstagmorgen fahren wir mit Bahn und U-Bahn. St. Paul ist genauso eindrucksvoll wie St. Peter. 7000 Kolpinger treffen sich hier zu einem ergreifenden Gottesdienst, der mit einem fünfzehnminütigen Bannereinzug beginnt. Kennt ihr das Gefühl, wenn 7000 Stimmen das Halleluja singen und es von den Wänden widerschallt? Ich sage euch, echtes Gänsehautgefühl. Nach dem Gottesdienst treffen wir uns am verabredeten Treffpunkt und wie der Zufall es will, sehen wir Kardinal Meisner, der neben uns aus der Sakristei kommt.
Um 14:00 Uhr treffen wir uns am „Monumento Victor Emanuelle II“ zur Stadtführung zum Thema „Antikes Rom“. Wir steigen auf den Kapitol, sehen die Foren mit den Säulen, Triumphbögen und der Via sacra und gehen bis zum Kolosseum. Mit einer kleinen Gruppe machen wir uns anschließend auf den Weg, um das heutige Rom zu erleben. Wir gehen zum Fontana di Trevi und werfen dort eine Münze hinein (mit der rechten Hand über die linke Schulter, wir wollen ja schließlich alle wieder nach Rom zurückkommen). Vorbei am „Pantheon“ gehen wir durch kleine Gassen mit vielen Restaurants in Richtung „Piazza navona“ mit seinem Vier-Ströme-Brunnen, über die Via die Coronari zur Engelsbrücke und von dort zur Engelsburg. Über die Via dei Conciliazione kommen wir wieder zum Petersplatz und zu St. Peter, der bereits hell angestrahlt zu sehen ist.
Wir fahren jetzt wieder zurück zum Pilgerhaus, der Tag war auch lang genug. Nach dem Abendessen sitzen wir noch mit der Familiengruppe bei einem Bier oder einer Flasche Wein draußen (es sind immerhin noch 26 Grad Celsius) und lassen den Tag Revue passieren.
Für alle die an der Messe im Peterdom mit Pater Jose II teilnehmen wollen, heißt es am Freitagmorgen um 5:00 Uhr aufstehen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Petersplatz, wo uns Pater Jose II am Obelisken abholt. Wir feiern in einer Seitenkapelle des Petersdomes eine hl. Messe zusammen mit den Glandorfer Kolpingpilgern, die auch in Rom sind. Nach der Messe treffen wir uns mit allen drei Hollager Gruppen am Obelisken und gehen in die vatikanischen Museen. Wir besichtigen auch die Stanzen Raffaels und die Sixtinische Kapelle, in der wir etwas länger verweilen können.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof fällt Elisabeth hin und bricht sich den Arm. Der Schreck fährt allen gehörig in die Glieder. Wieder im Pilgerheim angekommen, fährt eine Schwester sofort mit Elisabeth ins Krankenhaus. Wir anderen machen uns auf den Weg nach Subiaco in die Albaner Berge. Dort ist ein Benediktinerkloster wie ein Schwalbennest am Berg gebaut. In diesem Kloster lebte der hl. Benedikt von Nursia. Bei der Besichtigung der Klosterkirche hat man das Gefühl, es geht immer tiefer in den Berg hinein. Eine Kapelle, dann einige Stufen hinunter und noch eine kleine Kapelle, wieder ein paar Stufen hinab und wieder eine Kapelle. Unten angekommen stehen wir in der Grotte des hl. Benedikt, in der er drei Jahre wie ein Einsiedler gelebt hat. Wir sehen noch den Rosengarten und gehen dann wieder hinauf zum Ausgang. Am Ende singen wir noch das Lied „Ein Haus voll Glorie schauet“, dessen Text genau zu diesem Kloster passt, und fahren dann zurück nach Rom.
Am Samstagmorgen fahren wir nach San Giovanni in Laterano, wo der Abschlussgottesdienst mit Kardinal Schönborn aus Wien stattfindet. Obwohl wir schon um 9:30 Uhr da sind, sind schon fast alle Plätze belegt. Bis zum Beginn des Gottesdienstes haben wir Zeit auch San Giovanni auf uns Wirken zu lassen. Genau wie Sankt Peter und Sankt Paul ist die Basilika prächtig anzusehen. 20 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes beginnt der Einzug der Banner. Ich habe das Gefühl, es werden jeden Tag mehr. Nach einer Viertelstunde sind alle Banner in der Kirche um den Altar versammelt und es folgt der Einzug von 110 Priestern und des Kardinals, der die Messe zelebriert. Der Gottesdienst ist genauso feierlich wie in San Paolo, aber wenn man drei Stunden auf einer Stelle stehen muss, lässt die Andächtigkeit doch nach, weil man mit sich selber genug zu tun hat. Am Ende des Gottesdienstes treffen wir uns vor der Basilika und sind dankbar, dass wir uns auf den Stufen ein wenig hinsetzen können. Man muss nur aufpassen, dass keine Eidechsen, die hier zu Hause sind, in die Hosenbeine krabbeln. Trotz Erschöpfung und müden Beinen lässt das einige lieber stehen bleiben.
Als alle da sind und Hannes und Thomas die Banner im Bus der Familien verstaut haben, machen wir uns wieder auf den Weg nach Sankt Peter. Unterweges essen wir noch ein Panini und stellen uns dann mal wieder an den Einlasskontrollen des Petersdomes an, denn wir möchten auf die Kuppel des Domes. Nach einiger Wartezeit, die mit viel Gelächter aus der Gruppe relativ schnell rum geht, fahren wir mit dem Aufzug auf das Dach des Petersdomes. Von hier geht es zunächst in die Kuppel hinein und man hat einen Blick hinunter in die Basilika. Bei meiner Höhenangst bleibe ich immer mit den Händen an der Wand und gehe nicht so dicht an das Gitter. Da geht es ganz schön tief runter. Dann geht es noch 320 Stufen die Kuppel hinauf um bis zum Kranz der Kuppel zu kommen. Von hier hat man einen einzigartigen Blick über ganz Rom.
Nach dem Abstieg machen wir uns mit acht Personen auf den Weg zur Spanischen Treppe. Wir kaufen unterwegs noch Brot und eine Flasche Wein. Oben auf der Spanischen Treppe setzen wir uns hin, brechen und teilen das Brot und trinken den Wein. Wir schauen uns das Gewühl von Menschen auf dem Piazza di spagna und auf der Via condotti an. Hier ist es wie in einem Ameisenhaufen, aber das ist typisch für einen römischen Samstagabend. In einer ruhigen Seitengasse finden wir eine Pizzeria, in der wir unsere erste echte römische Pizza essen. Dann gehen wir gemütlich weiter zum Piazza Navona, essen hier noch ein Eis und machen uns dann langsam wieder auf den Weg zum Bahnhof. Unterwegs sehen wir noch einmal St. Peter, hell erleuchtet zum Abschied. Morgen fahren wir zurück nach Hause. Ciao Roma.
Am Sonntagmorgen machen wir uns auf den Weg zurück nach Hause. Wir haben zwei Geburtstagskinder im Bus, Marita Sträfling und Franz Riepenhoff. Alle freuen sich mit den beiden und gratulieren recht herzlich. Auf dem Weg nach Radfeld in Tirol wird wieder gebetet, gelacht und auch gefeiert. Im Bermudadreieck geben sich die Knallfrösche alle Mühe die noch vorhandenen Getränke zu vernichten. Kurt Flegel beschließt mehr Personen in den Kreis der Knallfrösche aufzunehmen. Unter viel Gelächter kommen wir am Abend in Radfeld in Tirol an. Hier feiern wir in der Dorfkirche einen Abendgottesdienst, den unser Mitpilger Günther zelebriert. In seiner Predigt rückt er das Bild von Kirche wieder gerade. Er sagt uns, dass nicht nur der ganze Pomp und die ganze Pracht Kirche sind, sondern, dass wir es sind, mit all unseren Schwächen und Stärken. Günthers Predigt geht mir ganz schön unter die Haut und bringt mich wieder auf den Boden der Tatschen zurück.
Nach dem Gottesdienst fahren wir zur Pension „Michaelerhof“, wo wir schon mit einem deftigen Essen empfangen werden. Nach dem Essen halten wir einen kleinen Rückblick. Leider müssen wir uns heute von Johanna und Nathalie verabschieden. Sie fahren ab hier mit dem Zug weiter nach Kroatien, ihrem Zuhause. Die beiden sind uns allen sehr ans Herz gewachsen und Abschied tut ja immer Weh. Am nächsten Morgen fahren wir die beiden noch zum Bahnhof nach Wörgl und fahren dann weiter nach Hause, wo wir abends, eine Stunde früher als geplant, ankommen. Noch den Bus auspacken und dann auf Wiedersehen bis zum Nachtreffen im Dezember.
Also Arrivederci Roma, wir kommen sicher alle noch mal wieder.
Da Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte gibt es von den Fahrten natürlich auch eine
Bildergalerie.
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