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Radlergruppe bleibt auf Pellworm standfest

In Schleswig-Holstein radeln die Kolpinger flach am Wasser entlang.

In Schleswig-Holstein radeln die Kolpinger flach am Wasser entlang.

Fast wie zuhause – nur die Schiffe sind größer.

Fast wie zuhause – nur die Schiffe sind größer.

Gelegentlich frischt der Wind etwas auf. Sturm ist im Norden aber erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben.

Gelegentlich frischt der Wind etwas auf. Sturm ist im Norden aber erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben.

Schöne Radwege aber auch viele Überraschungen prägten die Fahrradtour der Kolpingsfamilie Hollage von Samstag bis Mittwoch (22.–26. September) in Schleswig-Holstein. So erwischte die 20 Teilnehmenden ein orkanartiger Sturm mit Starkregen auf dem anderthalb Kilometer langen Damm zur Insel Pellworm. Eine Folge, neben durchnässter Kleidung: bei einigen E-Bikes versagte die Elektronik, sodass die betroffenen Radler auf den restlichen Touren etwas kräftiger in die Pedale treten mussten.

Begonnen hatte die Tour jedoch ganz beschaulich. Mit einem Oldtimerbus und dem Kolping-Fahrradanhänger starteten die Hollager Richtung Norden. Erster Halt: Lübeck – fachkundige und stimmungsvolle Altstadtführung inklusive. „Wir alle waren von dieser Stadt begeistert“, sagt Karl-Heinz Haustermann. „Am Abend haben wir mit Pastor Ludwig Haas und Lübecker Gläubigen die heilige Messe in der Krypta der Herz-Jesu-Kirche gefeiert. Hier wird an die seliggesprochenen Lübecker Märtyrer aus der NS-Zeit erinnert.“

Am Sonntag ging es dann auf’s Rad. Erste Etappe: 60 Kilometer entlang des Nord-Ostsee-Kanals und teils sogar darunter her (via Fußgänger-Fahrradtunnel). „Hier konnten wir einige ‚Riesenpötte‘ und etliche imposante Brücken bestaunen“, so Haustermann. „Die herrliche Route führte uns auch am Seeufer des Wittensees entlang. Aufgehalten wurden wir an diesem Tag nur von einem ‚Platten‘“.

Am Montag erwarteten die Radlerinnen und Radler „nur“ 25 Kilometer – die sollten jedoch unvergesslich werden. In Nordstrand setzte die Gruppe per Fähre zur nordfriesischen Insel Pellworm über. „Während der Überfahrt setzte ein Sturm mit Starkregen ein und erwischte uns voll auf der Mole in Pellworm, über die wir uns mutig kämpfen mussten“, erzählt Haustermann. „Auf der Insel hatten wir dann trockene Phasen und wesentlich besseren Windschutz. Mit einem großartigen Essen wurden wir direkt neben der alten Kirche aus dem 11. Jahrhundert belohnt und fuhren danach wieder mit einigen kleineren Hindernissen wie platten Reifen zur Fähre zurück. Der Nordseewind blies dann den größten Teil der Nässe aus der Kleidung.“

Dienstag, 40 Kilometer. Wieder am Nord-Ostsee-Kanal entlang. Das Ziel an diesem Tag: Kiel. „Andreas Hartelt als gebürtiger Kieler führte uns ortskundig und hervorragend“, berichtet Haustermann, „auch in der wunderbar schlichten St.-Heinrich-Kirche mit ihrem eindrucksvollen Altar von Sieger Köder.“

Am Mittwoch blieben die Räder im Anhänger. Auf dem Programm stand Hamburg. Mit dem „Riverbus“ – fährt auf Straßen und im Wasser – machten die Kolpinger eine Hafen- und Stadtrundfahrt. „Diese Fahrt war ein Highlight unseres Hamburg-Aufenthalts, auch wegen der launigen Ausführungen des Stadtführers“, so Haustermann. „Für eine eigenständige Erkundung der Hansestadt samt Elbphilharmonie blieb auch noch genügend Zeit.“

Das Motto, das den Kolping-Fahrradanhänger ziert, „Gemeinschaft aktiv erleben“, war bei dieser Fahrt Programm. Ob bei Windstärke 10 mit starkem Regen, bei Fahrradpannen oder in Kolonnenfahrten durch die Städte: Die Hilfsbereitschaft und Rücksicht untereinander sowie die sehr gute Stimmung im ganzen Team, machten die fünftägige Tour für alle Teilnehmenden zu einem eindrucksvollen und schönen Erlebnis.