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Die Kolpingsfamilie Hollage

Nach dem zweiten Weltkrieg fanden sich auch in Hollage junge Männer, aus den Wirren des Krieges glücklich heimgekehrt, um getreu den zielen des Gesellenvaters Adolph Kolping eine Gemeinschaft zu bilden. Den Anstoß hierzu gab der damals in Hollage segensreich wirkende Pastor Karl Schulte, später Dechant in Alfhausen. Herr Dechant Schulte ist als der eigentliche Gründer unserer Kolpingsfamilie anzusehen. Wie in anderen Orten, so wollte man auch in Hollage, dass sich nicht nur ein Gesellenverein, sondern eine Kolpingsfamilie für die berufstätige Jugend bildete.

Die ersten Zusammenkünfte standen unter der erfahrenen Leitung der Hollager Meister und Altgesellen, die bis zur zwangsweisen Auflösung durch den Nationalsozialismus Mitglieder des Wallenhorster Gesellenvereins waren. Vom 18.07.1946 beginnend, fanden in zweiwöchigem Abständen Versammlungen in der Gaststätte Josef Strößner statt, die in all den späteren Jahren in bewährter Gastlichkeit als Vereinslokal diente.

Die Väter unserer Kolpingsfamilie waren von Anfang an bestrebt, die interessierten Jugendlichen mit Adolph Kolping und seinem Werk eingehend vertraut zu machen. Franz Grünebaum stellte sich für diese Aufgabe als zunächst vorläufiger Senior zur Verfügung.

Am 08.12.1946 wurde dann die Gründung der Kolpingsfamilie Hollage feierlich begangen. In der Kirche war morgens die gemeinschaftliche hl. Messe und nachmittags die Festandacht. Anschließend fand im Vereinslokal Josef Strößner die öffentliche Gründungsfeier mit Aufnahme der Neumitglieder statt. Die neu gegründete Kolpingsfamilie zählte 29 Mitglieder. Dem damals gewählten Vorstand gehörten Kaplan Wilhelm Schöppe als Präses, Rektor Josef Reichert als Vizepräses, Franz Grünebaum als Senior und Bildhauer Georg Hörnschemeyer als Altsenior an. Diese Herren machten sich in hervorragender Weise um unsere Kolpingsfamilie verdient. Aber auch die nachfolgenden Präsides, Senioren und Altsenioren zeichneten sich, ebenso wie alle übrigen Vorstandsmitglieder, durch selbstlosen Einsatz aus. Am 01.12.1968 wurde die erste Jungkolpinggruppe gegründet. Sie wurde von Alfons Bartke geleitet.
 

Im Jahre 1972 gründete die Kolpingsfamilie die Verwaltungsstelle Hollage der Kreisvolkshochschule Osnabrück e.V. Diese wurde seither von der Kolpingsfamilie geleitet. In mehr  als 100 Kursen und Seminaren wurden über 1.500 Teilnehmer jährlich weitergebildet. Ende des Jahres 2003 gab die Kolpingsfamilie Hollage die Trägerschaft der Volkshochschule aus organisatorischen Gründen (Fusion der Osnabrücker Volkshochschulen) ab.

Auszug aus dem Kolpingblatt 06/1975:
"Wohl als erste Kolpingsfamilie in der Bundesrepublik ließ die Kolpingsfamilie Hollage (Diözese Osnabrück) fünfzehn ihrer dreiunddreißig Jungkolpingleiter und -leiterinnen zu Freizeithelfern ausbilden. In Zusammenarbeit der Kreisvolkshochschule Osnabrück lernten die Teilnehmer in 100 Stunden Theorie und zwölf Tagen Zeltlager, was heute ein Jugendgruppenleiter wissen sollte."

Im Jahre 1974 wurde auf Initiative der Kolpingsfamilie Hollage die alte Hollager Wassermühle zur "Jugendfreizeitstätte Hollager Mühle" umgebaut, die sich seither als Jugendherberge und Jugendzeltplatz großer Beliebtheit erfeut und von Gästen aus aller Welt gebucht wird. Im Jahr 2008 konnte auf dem Gelände der Hollager Mühle ein Pavillon eingeweiht werden, der in fast 4.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden durch die Kolpingsfamilie Hollage errichtet wurde und einen Lernstandort für regenerative Energien beherbergt.

Heute zählt die Kolpingsfamilie Hollage ca. 750 Mitglieder. Knapp ein Drittel der Mitglieder sind dem Bereich der Kolpingjugend zuzuordnen. Die Kolpingsfamilie Hollage ist damit eine der größten Kolpingsfamilien Deutschlands.

Die Kolpingsfamilie Hollage gehört zum Diözesanverband Osnabrück. Hollage ist ein Ortsteil der Gemeinde Wallenhorst (Landkreis Osnabrück, Niedersachen).